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Presse > Pressemitteilungen > 20091011 -2Übung

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PRESSEINFORMATION

Hannover, 11.10.2009 2009 / 21

DRK aus Neustadt bei Großübung an der Weser
160 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und DRK trainieren den Ernstfall

Auf dem Wasserübungsplatz Barme im Landkreis Verden übten am vergangenen Wochenende die Feuerwehren, das Technische Hilfswerk (THW)und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) aus den Städten Neustadt, Wunstorf und Garbsen die Zusammenarbeit bei Einsätzen. Der Wasserübungsplatz Barme im Landkreis Verden ist Teil der THW-Bundesschule Hoya.

Dort trafen sich die 1. Feuerwehrbereitschaft der Region Hannover, die Fachgruppen Beleuchtung (Bel) und Wasserschaden/Pumpen (WP) des Ortsverbandes Wunstorf und der 1. und 2. Einsatzzug des DRK in der Region Hannover. Die Übung stand unter der Leitung des Bereitschaftführers, Abschnittsbrandmeister Hans-Jürgen Grigat. Der Ablauf des Übungswochenendes am Freitag und Samstag war diesmal etwas anders als sonst. Normalerweise proben die Einheiten den Realfall in der Form einer Einsatzübung. Simulierte Ernstfälle müssen in kürzester Zeit bewältigt werden. Das war diesmal nicht so. Mit Hilfe der Ausbildungsform Stationsausbildung standen richtige Maßnahmen und das Kennenlernen von neuen Verfahren im Vordergrund. Ein Schwerpunkt lag bei der Löschwasserförderung. Das Vorschalten einer Großpumpe des THW mit einer Leistung von 5 000 l/min als Löschwasserzubringer für Systeme der Feuerwehr war für die beteiligten Angehörigen des THW und der Feuerwehr neu. Diese hauptsächlich für Lenzeinsätze vorgesehene Pumpe fördert das Wasser über sehr großvolumige Schläuche in einen Auffangbehälter, aus dem es die Feuerlöschkreiselpumpen der Feuerwehr mit ihren kleineren Schläuchen entnehmen können. Diese große Wassermenge wurde genutzt, um die Entwicklungsform der Wassergasse zu üben. Mit Nutzung dieser für die Beteiligten erstmalig geübten Entwicklungsform können Einsatzkräfte unter dem Schutz bereits aufgebauter Strahlrohre in ein gefährdetes Gebiet eindringen, um z. B. Menschen zu retten oder gefährliche Dämpfe niederschlagen zu können. Die von Feuerwehr und DRK ebenfalls geübte Dekontamination von Verletzten ist auch kein alltägliches Übungsszenario. Hierbei werden verletzte Personen gereinigt, die sich z. B. bei einem Chemieunfall mit gefährlichen Stoffen beschmutzt haben. Diese Maßnahme ist wichtig um eine weitere Gefährdung von Patienten und die Einsatzkräfte ausschließen zu können. Auch die Verpflegungseinheit der 1. Feuerwehrbereitschaft der Region hat bei dieser Übung eine neue Herausforderung in vorher nicht gewohnter Art und Weise bewältigt. Das Ausbringen einer Ölsperre und das Fahren mit dem Motorboot ist für einige Beteiligte nichts neues, kann aber gar nicht häufig genug trainiert werden, damit im Ernstfall alles klappt. Neu war hier das Übungsgebiet, der Wasserübungsplatz mit der Weser.

Folgende Themen ergänzten die bereits erwähnten Stationen:

* Demonstration von Einsatzmöglichkeiten der Fachgruppe Beleuchtung (Beleuchtungsstrecken bis 900 m),

Aufbau einer Wasserzapfstelle für den Pendelverkehr von Tanklöschfahrzeugen,

* Schulung von Feuerwehrangehörigen durch das DRK über die Anwendung von automatischen externen Defibrillatoren bei lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen

* Aufbau eines Behandlungsplatzes für die Versorgung von rund 50 Patienten pro Stunde. Die sichere und zügige Verlegung von geschlossenen Einheiten (Marschfahrten) und die Unterbringung an einem unbekannten Ort werden bei jeder mehrtägigen Übung trainiert, weil sie von nicht zu unterschätzender Bedeutung sind.

Für die 160 ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer der beteiligten Feuerwehren, des THW und des DRK hat die Fortbildung viel gebracht, um künftige Fehler zu vermeiden und mögliche Einsätze sicherer und schneller gemeinsam bewältigen zu können. Dazu zählt schwerpunktmäßig auch das gegenseitige Kennenlernen mit der Entwicklung eines besseren Verständnisses für die Möglichkeiten der Anderen. Von einer guten Zusammenarbeit und Grundkenntnisse auch über das Gerät anderer Organisationen kann der Einsatzerfolg insbesondere bei einer größeren oder schwierigen Lage entscheidend abhängig sein. (sch)

Gemeinsame Pressemitteilung mit THW und DRK 1. Feuerwehrbereitschaft der Region Hannover Führungsgruppe Löschmeister Volker Strerath